"Illustris-Simulation", Briefmarke zu 1,45 €, 10er-Bogen

nassklebend, aus der Serie "Astrophysik"  

Artikelnummer: 151104822

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Details zur Marke

Nassklebende Briefmarken zu je 1,45 EUR im 10er-Bogen, geeignet für die Frankierung von Großbriefen bis 500 g national.

Entwurf:
Thomas Steinacker, Bonn
Motiv:
Illustris-Simulation
© Illustris Collaboration
Wert:
1,45 EUR
Format PWz:
Breite: 44,20 mm; Höhe: 26,20 mm
Format Zehnerbogen:
Breite: 115,00 mm; Höhe: 158,00 mm
Anordnung PWz:
2 PWz nebeneinander, 5 PWz untereinander
Anordnung EAN-Code:
Auf allen vier Randstücken der schmalen Markenbogenseite wird ein EAN-Code platziert. Die betreffenden Randstücke bleiben weiß.
Druckerei:
Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH
Bedruckstoff und Druckverfahren:
Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II; Mehrfarben-Offsetdruck
Ausgabetag:
18. Dezember 2018

 

Details zum Motiv

"Weißt du, wieviel Sternlein stehen?" Die Frage aus dem bekannten Kinderlied können Astrophysiker heute recht genau beantworten. Einen sehr genauen Beitrag dazu leistet die Illustris-Simulation, welche die Physik der Galaxienentstehung in einem riesigen Raumbereich nachgebildet hat. Sie ermöglicht uns auf diese Weise eine Reise in die Geschichte des Universums, die 12 Millionen Jahre nach dem Urknall beginnt: Über einen Zeitraum von über 13 Milliarden Jahren formen sich aus einer "Ursuppe" immer größere Verklumpungen, zusammengetrieben durch die Wirkung der Schwerkraft. Schließlich entstehen galaktische Sternsysteme. Ein komplexes Zusammenspiel von Strahlungsprozessen, Gasströmungen, Sternentstehung, Supernova-Explosionen und wachsenden supermassereichen Schwarzen Löchern bildet diese Galaxien.

Die Illustris-Simulation zeigt die Entstehungsgeschichte von etwa 50.000 Galaxien. Das erzeugte virtuelle Universum erlaubt eine Vielzahl neuartiger Voraussagen. Die Forscher bestätigen mit der Simulation indirekt das Standardmodell der Kosmologie. Es basiert auf der Hypothese, dass das Universum von unbekannten Materie- und Energieformen dominiert wird. Zwar kennen wir die wahre physikalische Natur dieser "Dunklen Materie" und "Dunklen Energie" noch nicht, dennoch kann man ihre Konsequenzen mit Supercomputern nachvollziehen. Astrophysiker konnten das kosmische Netz aus Materieklumpen schon länger simulieren. Mit dem Illustris-Projekt ist es jedoch erstmals gelungen, auch elliptische und Spiralgalaxien zu schaffen und die eng verzahnte Entwicklung von interstellarem Gas und den Sternen zu entschlüsseln.

An der "Illustris Collaboration" sind Astrophysiker aus Deutschland, Großbritannien und den USA beteiligt. Gerechnet wurde unter anderem auf dem "SuperMUC" am Leibniz-Rechenzentrum in Garching, einem der leistungsfähigsten Supercomputer weltweit. Möglich ist die Simulation durch einen speziellen Code, der am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) entwickelt wurde.