Jacob Zeller - Fregatte aus Elfenbein, Briefmarke zu 1,45 €, 10er-Bogen

nassklebend, aus der Serie "Schätze aus deutschen Museen"  

Artikelnummer: 151104722

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Details zur Marke
Nassklebende Briefmarken zu je 1,45 EUR im 10er-Bogen, geeignet für die Frankierung von nationalen Großbriefen bis 500 g.

Größe der Einzelmarke: 33,00 x 39,00 mm.
Das Motiv dieses Sonderpostwertzeichens ist von Stefan Klein und Olaf Neumann aus Iserlohn entworfen worden.
Motiv: Skulptur "Fregatte aus Elfenbein" © Foto: Grünes Gewölbe, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Jürgen Karpinski

Erstausgabetag: 07. April 2016
Details zum Motiv
Es ist eines der Prunkstücke des "Neuen Grünen Gewölbes" in Dresden: Die "Große Fregatte aus Elfenbein" von Jacob Zeller (1581-1620). Der über einen Meter hohe Tafelaufsatz in Form einer von Neptun getragenen großen Fregatte ist - und das ist das Unglaubliche - nahezu komplett aus Elfenbein geschnitzt bzw. gedrechselt. Selbst die scheinbar vom Wind geblähten, pergamentdünnen Segel fertigte der Bildhauer aus Elfenbein an. Eines der Hauptsegel diente dem Künstler als Gestaltungsfläche, um das Wappen von Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen sowie dessen Gemahlin Magdalena Sibylla von Brandenburg abzubilden. Gespannt werden die Segel durch eine hauchdünne goldene Takelage, in denen winzige Matrosen aus Elfenbein umherklettern. Ketten, Anker und Kanonen zieren Deck und Schiffsrumpf. Neptun selbst, der Gott des Meeres, sitzt auf einer geflügelten Kugel in einem Muschelwagen, der von Meeresrossen gezogen wird. Es scheint, als habe sich das göttliche Gespann eben erst aus den Fluten erhoben.

1610 begann Jacob Zeller seine Tätigkeit als Hofkünstler in Dresden zunächst noch unter Kurfürst Christian II. und nachfolgend unter Kurfürst Johann Georg I. Zahlreiche exzellente Elfenbeindrechselkunststücke von ihm und seiner Werkstatt gelangten zunächst in die Dresdner Kunstkammer und sind im Grünen Gewölbe bis heute erhalten geblieben. U.a. schuf er "Contrefaitkugeln" - hohle Kugeln aus Elfenbein, in deren Inneren sich weitere Kugeln mit einem immer geringeren Durchmesser befinden.

Sein singulär gebliebenes Meisterwerk war jedoch die nach zeitgenössischen Vorbildern gearbeitete Fregatte, die er 1620, noch kurz vor seinem Tod vollenden konnte. Wohl wissend um die Besonderheit seines Elfenbeinschmuckstücks signierte Zeller sein Kunstwerk mit:

"JACOBVS ZELLER C. S. BESTALTER KUNSTDRESTLER FECIT ET INVENTAVIT 1620".


Damit wies er ausdrücklich darauf hin, dass er den Tafelaufsatz nicht nur gefertigt sondern auch erdacht hatte. Die Frage nach dem "Wer hat´s erfunden?" war damit auf alle Zeit beantwortet.

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