Wartburg 1.3, Briefmarke zu 1,45 €, 10er-Bogen

nassklebend, aus der Serie "Klassische deutsche Automobile"  

Artikelnummer: 151104794

14,50 €

Artikel lieferbar.

in den Warenkorb

1) Endpreis und nach UStG umsatzsteuerfrei, ggf. zzgl. Versandkosten.

Details zur Marke

Nassklebende Briefmarken zu je 1,45 EUR im 10er-Bogen, geeignet für die Frankierung von Großbriefen bis 500 g national.

Entwurf:
Thomas Serres, Hattingen
Motiv:
Wartburg 1.3, Baujahr 1988
© Volkswagen Aktiengesellschaft
Wert:
1,45 EUR
Format PWz:
Breite: 44,20 mm; Höhe: 26,20 mm
Format Zehnerbogen:
Breite: 115,00 mm; Höhe: 158,00 mm
Anordnung PWz:
2 PWz nebeneinander, 5 PWz untereinander
Anordnung EAN-Code:
Auf allen vier Randstücken der schmalen Markenbogenseite wird ein EAN-Code platziert. Die betreffenden Randstücke bleiben weiß.
Druckerei:
Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Bedruckstoff und Druckverfahren:
Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II; Mehrfarben-Offsetdruck
Ausgabetag:
01. März 2018

 

Details zum Motiv

Eines der wenigen Statussymbole der DDR war der in Eisenach produzierte Wartburg. Der Wartburg 1.3 wartete sogar mit einer lang ersehnten Neuerung auf: dem Vierzylinder-Viertakt-Ottomotor. Jahrzehntelang fuhren seine Vorgänger, die anfänglich bis nach Großbritannien, Spanien oder Griechenland exportiert wurden, mit Zweitaktmotoren. Dabei gab es längst weiterentwickelte Motoren in der DDR, für deren Einsatz allerdings die notwendige Zustimmung aus Ost-Berlin fehlte - immerhin war der herkömmliche Wartburg 353 für Jahre ausverkauft. Als schließlich der Absatz in den wichtigsten westlichen Exportländern zurückging - und damit die dringend benötigten Deviseneinnahmen -, fand ein Umdenken statt.

1984 erwarb die DDR-Führung bei der westdeutschen Volkswagenwerk AG die Lizenz für einen 58 PS-starken Viertaktmotor. Dieser sollte den neuen Wartburg 1.3 antreiben - passte jedoch zunächst nicht unter die Haube. Bis das neue Modell am 12. Oktober 1988 in Serienproduktion ging, verschlangen die Lizenzgebühren und Anpassungsarbeiten - der Motor musste quer eingebaut werden - fast neun Milliarden Ostmark. Durch die hohen Produktionskosten war der Wartburg 1.3 schließlich deutlich teurer als sein Vorgänger - und das bei nahezu unveränderter Karosserie. Viele DDR-Bürger, die den bisherigen Preis als verlässliche Größe einkalkuliert hatten, waren finanziell schlicht überfordert.

Bereits zwei Jahre nach der Markteinführung verlor der Wartburg auch die letzten treuen Kunden. Mit der deutschen Wiedervereinigung kam eine Flut von moderneren Angeboten aus dem gesamten internationalen Automarkt, die wesentlich attraktiver erschienen. Schon bald folgte die Schließung des renommierten Automobilwerks Eisenach, dessen Geschichte auf die 1896 gegründete Fahrzeugfabrik Eisenach zurückging. Am 10. April 1991 lief der letzte Wartburg 1.3 vom Band. Heute betrachten Fans den ostdeutschen Oldtimer nicht als veraltet, sondern zeitlos. Wie kaum ein anderes Auto markiert er die Zeitenwende und hat damit einen hohen Erinnerungswert.