Reinhardswald, Briefmarke zu 0,90 €, 10er-Bogen

nassklebend, aus der Serie "Wildes Deutschland"  

Artikelnummer: 151104779

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Details zur Marke

Nassklebende Briefmarken zu je 0,90 EUR im 10er-Bogen, geeignet für die Frankierung von Postkarten Europa und Welt sowie Standardbriefen Europa und Welt bis 20  g.

Entwurf:
Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Motiv:
Reinhardswald, Hessen
Wert:
0,90 EUR
Format PWz:
Breite: 44,20 mm; Höhe: 26,20 mm
Format Zehnerbogen:
Breite: 115,00 mm; Höhe: 158,00 mm
Anordnung PWz:
2 PWz nebeneinander, 5 PWz untereinander
Anordnung EAN-Code:
Auf allen vier Randstücken der schmalen Markenbogenseite wird ein EAN-Code platziert. Die betreffenden Randstücke bleiben weiß.
Druckerei:
Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Bedruckstoff und Druckverfahren:
Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II; Mehrfarben-Offsetdruck
Ausgabetag:
02. November 2017

 

Details zum Motiv

Auf über 200 Quadratkilometer Fläche erstreckt sich ganz im Norden von Hessen - zwischen Kassel und Bad Karlshafen sowie Hann. Münden und Hofgeismar - der Reinhardswald. Der waldreiche und nahezu unbewohnte Höhenzug im Weserbergland ist überregional bekannt als naturbelassenes Freizeitparadies für Wanderfreunde, aber auch als Heimat vieler Sagen und Schauplatz von Märchen der Brüder Grimm. Am eindrucksvollsten zeigt sich die Verbindung aus beeindruckender Naturimpression und Märchenromantik im Urwald an der Sababurg. Knorrige, über 500-jährige Eichen prägen seinen urtümlichen Charakter. Damit passt gut zusammen, dass die Sababurg als das "Dornröschenschloss" gilt.

Tatsächlich soll die Sababurg von 1571 bis 1591, wie im Märchen beschrieben, eine Dornenhecke umgeben haben - zum Schutz der Tierhaltung vor Wildtieren. Gleich östlich des Reinhardswaldes fließt die tief ins Tal eingeschnittene Weser, südöstlich die Fulda, westlich die kleine Esse und nordöstlich die Diemel. Das größte in sich geschlossene Waldgebiet Hessens erstreckt sich auf einer sanft gewellten Buntsandsteinfläche. Die höchste Erhebung ist der Staufenberg (472,2 Meter). Nicht ganz so hoch ist der Rapunzel-Turm, der über der Trendelburg aufragt. Jeden Sonntag ab 15 Uhr kann man live dabei sein, wenn Rapunzel ihren Zopf für den Prinzen herablässt.

Der Reinhardswald war traditionell Huteflächengebiet, das heißt er wurde von Bauern aus den umliegenden Dörfern und Hirten als Waldweide genutzt. Hutebäume sind Eichen oder Buchen, deren Früchte Schweine und andere Haustiere ernähren. So entstand - etwa im Urwald Sababurg - ein lichter Wald mit wenig Unterwuchs und großkronigen, alten Bäumen. Die teils über 500jährigen Methusalems sind noch heute zu bestaunen. Seit das Vieh aber nicht mehr die jungen Bäume kurz hielt, sind die alten Nährbäume von schnell nachwachsenden Arten umringt. Dennoch sind bis heute dort faszinierende Totholzstrukturen zu finden, welche die ökologische Bedeutung des Naturparadieses unterstreichen.